Kerzen anzünden für die ezidischen Opfer des Völkermordes am 3. August 2014 in Shingal
Berlin, 2. August 2026 – Ebertstraße / Ecke Behrenstraße, 10117 Berlin Anlässlich des Jahrestages des Völkermordes an den Ezid*innen am 3. August 2014 in Shingal fand am 2. August 2026 in Berlin eine öffentliche Gedenkveranstaltung unter dem Titel „Kerzen anzünden für die Opfer des Völkermordes“ statt. Mehr als 500 Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Vereinen, Organisationen und gesellschaftlichen Bereichen nahmen an der Veranstaltung teil. Gemeinsam entzündeten sie Kerzen und setzten damit ein sichtbares Zeichen des Gedenkens, der Solidarität und gegen das Vergessen. Gefördert durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt Das Projekt wurde durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) gefördert und vom Ezidischen Kulturzentrum Berlin e. V. geplant und durchgeführt. Die Förderung ermöglichte es, ehrenamtliches Engagement gezielt zu stärken, neue Menschen für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen und die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins sowie mit weiteren Organisationen und der Berliner Öffentlichkeit auszubauen. Das Projekt zeigt, wie wichtig die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements für Vereine und Communities ist. Durch die Förderung konnten Ehrenamtliche Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und aktiv an der Planung und Umsetzung der Gedenkveranstaltung mitwirken. Anlass und Bedeutung des Projekts Der Anlass für das Projekt ist der Jahrestag des Völkermordes an den Ezidinnen am 3. August 2014 in Shingal. Viele Mitglieder unserer Community in Berlin haben eigene Flucht- oder Familiengeschichten, die unmittelbar mit den Ereignissen verbunden sind. Gleichzeitig ist das Wissen über den Völkermord an den Ezidinnen in der breiten Öffentlichkeit noch immer begrenzt. Das Projekt schafft deshalb einen Raum für gemeinsames Erinnern, Begegnung und Austausch. Gleichzeitig stärkt es das ehrenamtliche Engagement innerhalb unseres Vereins und ermöglicht es insbesondere neuen Interessierten, sich aktiv einzubringen. Gemeinsam erinnern und Begegnungen ermöglichen Das gemeinsame Entzünden der Kerzen war ein Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern und ihren Familien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, innezuhalten, zu erinnern und ihre Solidarität mit der ezidischen Gemeinschaft zum Ausdruck zu bringen. Besonders wichtig war die Begegnung zwischen der ezidischen Community und der Berliner Öffentlichkeit. Menschen unterschiedlicher Herkunft und kultureller Hintergründe kamen zusammen, um sich über die Geschichte und die Folgen des Völkermordes zu informieren und gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Die große Beteiligung von mehr als 500 Menschen machte deutlich, dass Erinnerung verbinden kann und dass das Interesse an der Geschichte und Gegenwart der ezidischen Community in Berlin wächst. Ehrenamtliches Engagement im Mittelpunkt Ein wesentliches Ziel des Projekts war es, neue Ehrenamtliche zu gewinnen und bereits engagierte Vereinsmitglieder stärker einzubinden. Die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung bot zahlreiche Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen, eigene Ideen einzubringen und gemeinsam an einem gesellschaftlich wichtigen Thema zu arbeiten. Der Erfolg des Projekts zeigte sich insbesondere an der hohen Zahl der beteiligten Ehrenamtlichen, der großen Teilnahme an der Gedenkveranstaltung sowie an den neuen Kontakten zu interessierten Menschen. Durch die aktive Beteiligung konnten neue Netzwerke entstehen und bestehende Verbindungen zwischen Vereinsmitgliedern, Organisationen und der Berliner Öffentlichkeit gestärkt werden. Erinnerung an die Opfer Am 3. August 2014 begann der Angriff des sogenannten „Islamischen Staates“ auf die ezidische Bevölkerung in Shingal. Tausende Menschen wurden ermordet, vertrieben und verschleppt. Frauen und Mädchen wurden Opfer schwerster Menschenrechtsverletzungen und sexualisierter Gewalt. Bis heute leiden zahlreiche Überlebende und Familien unter den Folgen dieser Verbrechen. Die Gedenkveranstaltung erinnert an die Menschen, die ihr Leben verloren haben, und an diejenigen, die bis heute mit den Folgen des Völkermordes leben. Das gemeinsame Gedenken ist zugleich ein Aufruf zu Aufklärung, Menschenrechten, Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung. Nachhaltige Wirkung für Verein und Community Neben dem unmittelbaren Gedenken verfolgt das Projekt auch langfristige Ziele. Wir erwarten eine stärkere Identifikation mit unserem Verein, die Gewinnung neuer Mitglieder und stabilere Vereinsstrukturen. Das ehrenamtliche Engagement soll nachhaltig gestärkt und weiterentwickelt werden. Darüber hinaus soll das Projekt die Sichtbarkeit der ezidischen Community in Berlin erhöhen. Die Geschichte, Kultur und Anliegen der Ezid*innen sollen stärker in der Berliner Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Durch die Verbindung von Erinnerungskultur, ehrenamtlichem Engagement und gesellschaftlicher Begegnung entsteht eine Wirkung, die weit über den eigentlichen Veranstaltungstag hinausreicht. Ein starkes Zeichen gegen das Vergessen Mit mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde am 2. August 2026 in Berlin ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Jede Kerze steht für einen Menschen, dessen Leben durch den Völkermord ausgelöscht oder für immer verändert wurde. Jede Begegnung trägt dazu bei, die Erinnerung lebendig zu halten. Wir erinnern uns an die Opfer. Wir hören den Überlebenden zu. Wir setzen uns gegen das Vergessen ein. Wir stärken das ehrenamtliche Engagement. Und wir setzen uns gemeinsam für eine Gesellschaft ein, in der Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Kultur sicher und frei leben können. In Erinnerung an die Opfer des Völkermordes an den Ezid*innen in Shingal – gegen das Vergessen, für Menschlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit. Projektförderung und Durchführung Gefördert durch: Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) Durchgeführt von: Ezidisches Kulturzentrum Berlin e. V. Veranstaltungsdatum: 2. August 2026 Veranstaltungsort: Ebertstraße / Ecke Behrenstraße, 10117 Berlin Teilnehmende: mehr als 500 Menschen

Gedenken an den elften Jahrestag des Völkermords an den Ezid*innen in Berlin 02.08.2025

Tag der Ezidischen Traditionellen Kleidung 03.10.2025
Anlässlich dieses besonderen Tages feierte das Ezidische Kulturzentrum in Berlin den “Tag der ezidischen traditionellen Kleidung”, der als jährlicher Gedenktag eingeführt wurde – ein Ausdruck unseres Stolzes auf unser kulturelles und spirituelles Erbe und unserer tiefen Verbundenheit mit unseren ezidischen Wurzeln.
Das Zentrum bestätigt, dass der 3. Oktober jedes Jahres ein fester Bestandteil seines Veranstaltungskalenders sein wird, um dieses bedeutungsvolle Symbol zu feiern, das nie nur ein Kleidungsstück war, sondern:
Ein Spiegel unserer Identität
Ein Zeugnis unseres kollektiven Gedächtnisses
Ein Symbol unseres Durchhaltevermögens und unserer alten Geschichte
Die ezidische Kleidung trägt in ihren Farben und Mustern symbolische Bedeutungen, die mit religiösen Ritualen und sozialen Anlässen verbunden sind. Trotz Entfremdung und Versuchen der Auslöschung ist sie bis heute im kollektiven Bewusstsein lebendig geblieben.
Den ezidischen Kleidungsstil zu bewahren bedeutet, die Identität eines Volkes zu bewahren.
Die Weitergabe dieses Erbes an kommende Generationen ist eine gemeinsame Verantwortung, die wir mit allen Mitgliedern unserer Gemeinschaft – im Heimatland wie in der Diaspora – teilen.
Wir rufen ezidische Gesellschaft, dazu auf, diesen Tag jedes Jahr zu feiern und die traditionelle ezidische Kleidung überall zu tragen, damit dieses Erbe lebendig und spürbar bleibt.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zur Anerkennung dieses bedeutenden Tages beigetragen haben und ihn zu einem Symbol des Stolzes und der Einheit für alle Ezid:innen weltweit gemacht haben.





